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Leben mit einem behinderten Kind

2 März 2011 Keine Kommentare PDF

Die Schwangerschaft ist für die meisten werdenden Eltern eine aufregende, aber schöne Zeit. Doch leider können auch trotz fortgeschrittener Medizin Probleme auftreten, die die Gesundheit des noch ungeborenen Kindes gefährden. Für die betroffenen Eltern ist es ein Alptraum, erfahren zu müssen, dass ihr Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommen wird. Damit stehen sie jedoch nicht alleine: Statistisch kommen Behinderungen bei Kindern in drei von 100 Fällen vor. Die häufigsten Behinderungen in Deutschland sind das Down-Syndrom, besser als „mongolid“ bekannt sowie frühkindliche Hirnschäden.

Bekommen Eltern bei der Pränataldiagnostik solch eine Diagnose, ist das ein großer Schock für sie. Der Augenblick, indem sie gesagt bekommen, dass ihr Baby nicht „normal“ ist, wird ihnen ein Leben lang im Gedächtnis hängen bleiben. „Die Nachricht, dass das ungeborene Kind vielleicht mit einer schweren Beeinträchtigung zur Welt kommen wird, löst bei werdenden Eltern große Sorgen aus. Oft haben sie Angst, vor dem, was auf sie zukommt und gleichzeitig stellen sich ihnen viele Fragen“, weiß Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Doch auch den behandelnden Ärzten fällt es nicht leicht, den werdenden Eltern solch eine Diagnose mitzuteilen und ihre Wünsche und Träume von einer Sekunde auf die andere zu zerstören. Aber dazu sind sie verpflichtet: Nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) müssen Ärzte und Mediziner Schwangere mit einem auffälligen Befund nach der Pränataldiagnostik über das Leben mit einem Kind informieren, dass geistig oder körperlich behindert sein könnte. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung will betroffene Eltern nicht alleine stehen lassen. Sie hat extra ein Informationsblatt erstellt, das den Eltern helfen soll, mit dem schwierigen Befund umzugehen und sich so gut wie es eben geht auf die neue Situation einzustellen. „Ergänzend zur ärztlichen Beratung will die BZgA mit der Handreichung Eltern helfen, mit der neuen und schwierigen Situation umzugehen und Antworten auf die wichtigsten Fragen zu finden. Sie soll den Eltern Perspektiven für ein Leben mit einem behinderten Kind aufzeigen“, erklärt Pott. Eltern sollen auf diese Weise schon vor der eigentlichen Geburt Hinweise zu Förderungsmöglichkeiten für Familien bekommen. So haben betroffene Eltern unter anderem ein Anrecht auf eine psychosoziale und rechtliche Beratung. In dem Informationsblatt sind auch Ansprechpartner und Selbsthilfegruppen verzeichnet. Das „Informationsmaterial für Schwangere nach einem auffälligen Befund in der Pränataldiagnostik“ kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden.

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